#ichrettedeinleben: Petition sammelt mehr als 50.000 Stimmen – Politik signalisiert Unterstützung

(21.10.2021) Mehr als 54.000 Menschen haben die Petition #ichrettedeinleben, die sich für die bundesweit verpflichtende Einführung von Wiederbelebungsunterricht einsetzt, bereits unterzeichnet. Damit ist der Weg frei: Das Anliegen wird von den Initiatoren in den nächsten Wochen dem Petitionsausschuss des Bundestages überreicht. Bis dahin sind schon neue Ziele gesetzt und die Kampagne läuft weiter: 100.000 Unterschriften sollen es mindestens werden. Denn die Politik soll den so dokumentierten Bürgerwillen jetzt auch wirklich in jedem Bundesland umsetzen. Die zweite Kampagnenwelle ist schon geplant und rollt im November aus.

„Gemeinsam haben wir in den vergangenen sechs Wochen bereits mehr als drei Millionen Menschen erreicht und mobilisiert!“, freut sich Dr. med. Carola Holzner, Notärztin aus Duisburg. Zusammen mit Professor Bernd Böttiger, dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Rates für Wiederbelebung – German Resuscitation Council (GRC), startete die als Doc Caro bekannte Influencerin die Kampagne Mitte September. „Die 50.000 Stimmen öffnen uns die Türen des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestag – ein wichtiger Meilenstein!“, ist auch Böttiger begeistert. „Wir sind überwältigt von so viel Zuspruch und positiver Energie, die alle Beteiligten, Förderer und Unterstützer an den Tag legen!“

„Wir lassen nicht locker, bis der Wiederbelebungsunterricht in jedem Bundesland umgesetzt ist!“

In einem nächsten Schritt werden sich die Initiatoren Anfang November direkt an Politiker der Länder wenden. Schließlich ist Bildungspolitik Ländersache – und dort muss der Reanimationsunterricht im Bildungsplan manifestiert werden. „Wir haben uns das Versprechen gegeben, jetzt nicht mehr locker zu lassen, bis in jedem Bundesland in der Schule ab der siebten Klasse an zwei Stunden im Jahr gezeigt wird, wie einfach es ist, einen Menschen wiederzubeleben“, konstatieren Holzner und Böttiger. Sie sind fest entschlossen.

So planen sie ab November die Kampagne aus der digitalen in die reale Welt zu holen – mit einer Plakat-Kampagne in den Landeshauptstädten. Zudem wurden bereits in der vergangenen Woche vor den Koalitionsverhandlungen sämtliche Mitglieder der Parteispitzen angeschrieben. „Darauf folgten teilweise sehr prompte und positive Rückmeldungen“, sagt Böttiger. Vielleicht gelingt also mit der Ampel-Koalition, was seit Jahren eigentlich so einfach wäre: Leben retten mit nur zwei Händen.